Sonntag, 1. März 2009
RTL Free-TV Premiere:
Der Teufel trägt Prada (2006)
Andrea Barnes (Anne Hathaway) ist das, was man ein Mädchen vom Lande nennen könnte - wohlbehütet aufgewachsen und sehr bodenständig. Um ihrem Traumjob Journalistin näher zu kommen, entschliesst sie sich zu einem Umzug in die Glitzer-Metropole New York City. Denn wenn es eine Stadt gibt auf dieser Welt, in der man wichtige Kontakte knüpfen kann, dann hier! Doch Kontakte von unerwarteter Seite sind es, denen Andrea begegnet: sie nimmt einen Job an als Assistentin der Herausgeberin von "Runway" - dem angesagtesten Modemagazin schlechthin. Miranda Priestly (Meryl Streep) heisst ihre neue Chefin, der die gesamte New Yorker High Society zu Füßen liegt. Hinter der makellosen Fassade verbirgt sich jedoch der reinste Drachen: Miranda schikaniert alles und jeden in ihrer Umgebung mit wahnwitzigen Aufgaben und hysterisch-cholerischen Anfällen.

Der massive Erfolg von "Der Teufel trägt Prada" täuscht etwas darüber hinweg, dass die Bestseller-Verfilmung nicht mehr ist als gefälliges Mainstream-Kino, dass allein von seinen Darstellern lebt - und zwar vor allem von der wieder einmal großartigen Meryl Streep (die dafür einen weiteren Golden Globe und eine Oscar-Nominierung abstaubte). Aber auch die eigentliche Hauptdarstellerin Anne Hathaway sowie Nebendarsteller wie Emily Blunt und Stanley Tucci spielen mehr als ordentlich und sorgen für einen harmlos-komische Unterhaltung auf Rom-Com-Niveau. Dass das Thema eigentlich viel mehr sarkastischen Biss vertragen hätte, merkt man dem Film kaum an, selbst wenn er zum Ende hin immer mehr in die üblichen Klischees verfällt. Trotzdem kann man dem seichten Melodrama den überdurchschnittlichen Unterhaltungswert keinesfalls absprechen.
Bewertung: 7/10


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Neu auf DVD:
The Gene Generation
Weil die Menschheit kurz vor dem Aussterben steht, lässt die Regierung eine Mauer um die neu errichtete Stadt "Demeter" bauen. Da die Kapazitäten knapp sind, startet die Kalafkan-Regierung einen kontroversen Auswahlprozess, bei dem die Gene und DNA jedes einzelnen Individuums geprüft und nur die "Besten" und "Vielversprechendsten" auserwählt werden. Dem Rest soll der Zutritt zu "Demeter" untersagt bleiben. Dieses zweifelhafte Vorhaben ruft eine Welle des Verbrechens hervor, dem DNA-Hacking. Hierbei werden die Gene Unschuldiger qualvoll gestohlen in der Hoffnung, Zutritt zu "Demeter" zu erlangen. Die Regierung beschäftigt Auftragskiller mit dem Befehl, die DNA-Hacker zu jagen und zu zerstören. Im Gegenzug erhalten die Killer Zutritt zu "Demeter". Michelle (Bai Ling) ist eine dieser Auftragskiller. Angetrieben von ihrem Auftrag für die Regierung muss Michelle jedoch feststellen, dass ihr Bruder Jackie bereits in der Unterwelt sein Unwesen treibt.

Rein optisch wirkt diese Videopremiere wie das Setting einer späten TV-Serie von "Star Trek". Fürs Fernsehen wäre es also durchaus hoher Standard, auf Video enttäuscht das Setting jedoch ziemlich, zumal die Special Effects nicht einmal ansatzweise mit dem Standard mithalten können. Die Geschichte selbst gibt nicht sonderlich viel her, wobei sich die eigentliche Handlung auch ziemlich im Nebenplot vom spielsüchtigen Bruder verstrickt. Da hilft es nur wenig, dass sich Bai Ling als Hauptdarstellerin hauptsächlich im Lack- und Lederoutfit durchs Bild räkelt. Man muss schon wirklich ein arg einfaches Gemüt haben, damit diese sexy Optik als überzeugendes Argument für einen Science Fiction Film ausreicht. Ansonsten passiert nämlich einfach nichts wirklich Spannendes.
Bewertung: 2,5/10


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Samstag, 28. Februar 2009
Neu auf DVD:
Stiefbrüder
Als Brennans Mutter Nancy Huff (Mary Steenburgen) und Dales Vater Robert Doback (Richard Jenkins) heiraten, sehen sich Brennan (Will Ferrell) und Dale (John C. Reilly) gezwungen, künftig ein Zimmer zu teilen. Dass die beiden Stiefbrüder längst erwachsene Männer sind, hindert sie nicht daran, einander im Stil zweier Kleinkinder zu bekriegen. Als sie verblüffende Gemeinsamkeiten entdecken und Frieden miteinander schließen, lassen neue Probleme nicht lange auf sich warten: Die Eltern haben so unter ihren Zankereien gelitten, dass sie sich wieder trennen. Brennan und Dale müssen eingreifen.

Die Story von "Stiefbrüder" ist weder neu noch sonderlich originell. Allenfalls die Konstellation der mit 40 nicht erwachsen werden wollenden Kinder birgt einen gewissen Reiz, der zugleich die Plattform ist für den ununterbrochenen Klamauk der beiden Vollblut-Komiker aus "Ricky Bobby - König der Rennfahrer". Dass die beiden ohne Scham jegliche Geschmacksgrenzen unterschreiten (Hodenreiben, Hundekotfressen, fickend auf die Familienfeier platzen), macht den absurden Film allerdings nicht wirklich witziger. Trotzdem hat er auch seine Highlights, besonders wenn er Klassiker wie "Good Will Hunting" zitiert und parodiert. Wer allerdings auf den schon unerträglichen Fäkalhumor verzichten möchte, der wäre auch mit einer Familienkomödie wie "Deine, Meine & Unsere" gut bedient, die eine ähnliche Konstellation zumindest etwas kindgerechter erzählt.
Bewertung: 3/10 (Moviepilot Prognose 6,5)


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RTL Tagesprogramm:
The birdcage (1996)
Armand Goldman (Robin Williams) ist der Besitzer eines beliebten Nachtclubs in Miami, wo sein Liebhaber Albert (Nathan Lane) als Lady Starina abends seine Show abzieht. "Ihr Sohn" Val (Dan Futterman), der eigentlich aus einem von Armands Ausflügen in die heterosexuelle Welt stammt, will die Tochter Barbara (Calista Flockhart) vom Senator Keely (Gene Hackman) heiraten, der gleichzeitig auch der Vorsitzende eines Vereins zum Schutz der Moral ist. Der Hüter von Zucht und Ordnung kündigt sich mit seiner Frau Louise (Dianne Wiest) zum Besuch an, um Vals "Eltern" kennenzulernen ...

Natürlich lässt sich der Film nicht mit dem französischen "Käfig voller Narren" von 1977 vergleichen. Dafür ist er zu amerikanisch und auch zu schnörkellos sauber inszeniert - trotz unorthodoxer Themen. Dass der Film trotzdem nicht zur peinlich-seichten Tuntenklamotte verkommt, verdankt er seinen Darstellern, allen voran Robin Williams und Nathan Lane, denen man die Spielfreude einfach anmerkt. Vor allem nehmen sie ihre Rollen bei aller Komik jederzeit ernst und ziehen sie nie ins Lächerliche. Wobei man anmerken muss, dass auch Altstar Gene Hackman eine urkomische Glanzvorstellung als doppelmoralischer Politiker abliefert. Und statt einer moraltriefenden Auflösung gibt es immer wieder Platz für freche politische Anspielungen. Die liebevolle Umsetzung macht die US-Remake auch heute noch immer wieder sehenswert.
Bewertung: 8/10


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