Freitag, 23. Januar 2009
Neu auf DVD:
'Wall-E' räumt die Erde auf ...
700 Jahre sind vergangen, seitdem die Erde in der Apokalypse versunken ist. Seither hat der kleine Haushaltsroboter Wall-E brav die ihm verordneten Arbeiten verrichtet und Türme von Schutt errichtet, während um ihn herum alles vor die Hunde gegangen ist. Seine Routine gerät aus den Fugen, als ein Raumschiff landet und den modernen Androiden Eva auslädt, die nach Leben suchen soll. Wall-E ist sofort verknallt und schenkt Eva einen Sprössling, den er gefunden hat. Als sie wieder abgeholt wird, folgt er Eva ins Weltall.

Eigentlich ist sie ja ganz putzig, die vermenschlichte Variante von ein bißchen "ET" und ganz viel "Nummer 5 lebt" mit Namen "Wall-E". Allerdings beruht ein Großteil des jüngsten (und inwischen neunten) Pixar-Streiches tatsächlich - neben der fraglos gewohnt perfekten Animation - hauptsächlich auf eben diesem "Putzig"-Effekt. Die dünne Story der größtenteils wie ein Stummfilm angelegten Handlung wirkt wie eine überlange Kurzgeschichte, gibt aber garnicht soviel her wie vielfach hineininterpretiert wird (Umweltzerstörung etc): Ein Roboter, der den Müll auf der von Menschen verlassenen Erde aufräumt, sich dann mit einem ausserirdischen Gegenstück anzufreunden versucht und ihr darauf ins Weltall folgt, wo er auf ein paar dumm-böse Menschen trifft. Das hat alles durchaus seinen Schmunzelwert, wirkt aber teilweise wie R2D2 versus C-3Po (und so klingt die Soundkulisse auch). Dazu gibt es - neben dem bombastisch-kitschigen Score - immer wieder mal Musik und Filmausschnitte großer Klassiker der 30er/40er Jahre, und Referenzen auf SciFi-Kultfilme wie "2001 - Odysse im Weltraum". Mehr Inhalt ist da ehrlich nicht! Und das ist nicht einmal besonders spannend oder gar witzig gemacht (wo ist der typische Pixar-Humor geblieben?). Aber weil "Wall-E" trotzdem irgendwie ziemlich süss und niedlich ist, sollte man darüber wohlwollend hinwegsehen.
Bewertung: 6,5/10 (Moviepilot Prognose 8)


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