Mittwoch, 1. April 2009
Das Lächeln der Tiefseefische (2005)
Der 17-jährige Malte (Jacob Matschenz) lebt mit seinem alkoholkranken Vater Dietmar (Peter Kurth) auf der Insel Usedom. Die Mutter ist vor Jahren gestorben, die Schwester weggezogen und in der Haushaltskasse herrscht stete Ebbe. Malte hat einen Traum: den Führerschein machen und nichts wie weg! Bis dahin verdienen er und sein polnischer Freund Pawel (Adrian Topol) sich Geld mit Zigarettenschmuggel. Doch plötzlich steht wieder seine Schwester samt Sohn vor der Tür. Nun soll sich Malte auch noch um den kleinen Neffen kümmern, obwohl er lieber Zeit mit Annika (Alice Dwyer) verbringen möchte, die dort Urlaub macht. Viel passiert und nichts läuft nach Plan. Am Ende ist nichts mehr wie zuvor. Doch Malte weiss inzwischen, warum Tiefseefische lächeln ...

... Sie lächeln weil sie auch in tiefster Dunkelheit ihr eigenes Licht erzeugen. Damit sind sie Sinnbild für den Jungen Malte, der versucht seinen eigenen Weg zu finden heraus aus der Tristesse. Das Regie-Debüt von Till Endemann erzählt eine typische Coming-of-Age Geschichte, bei der die unbeschwerte Ausstrahlung der Teens der Handlung einiges an Schwere nimmt. Zum einen ist das gut, dass der Film nicht in den typischen dramatischen Klischees verstrandet. Allerdings gibt es der Story auch eine Belanglosigkeit, die oftmals den Zug in der Inszenierung vermissen läßt. Dass der Film nicht in deutscher Behäbigkeit endet, verdankt er vor allem der Leistung seines jungen Hauptdarstellers, der für seine Rolle als Malte 2005 zurecht den Max-Ophüls-Preis als Nachwuchs-Darsteller bekam.
Bewertung: 6,5/10 (Moviepilot Prognose 6,5)


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