Montag, 16. November 2009
DVD Reloaded
Richard Donners 'Timeline' (2003)
Eine Gruppe junger Archäologen unter Leitung des Historikers Professor Johnston (Billy Connolly) arbeitet an einer Ausgrabungsstätte im französischen La Roque, wo im 14. Jahrhundert der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich tobte. Während einer Ausgrabung findet das Team unerwartet die Brille des Professors in einer unterirdischen Kammer, die seit Hunderten von Jahren verschlossen war. Der Professor selbst ist angeblich in New Mexico bei den Geldgebern des Forschungsprojektes. Sein Sohn Chris (Paul Walker)wendet sich daraufhin an die Sponsoren und muß mit Erschrecken feststellen, daß sein Vater mit einer kuriosen Maschine, der bahnbrechenden Erfindung des Forschers Doniger, direkt ins Jahr 1357 befördert wurde und dort offensichtlich in Schwierigkeiten steckt. Ohne lange zu überlegen, beschließen Chris sowie seine Freunde Kate (Frances O'Connor) und Marek (Gerard Butler) mit einem kleinen Team ins Mittelalter zu reisen, um den Vater zurückzuholen. Der Trip wird allerdings zu einer Forschungsreise der besonderen Art. Chris und seine Begleiter geraten mitten in die Vorbereitungen der alles entscheidenden Schlacht um La Roque zwischen den Franzosen und ihren englischen Besatzern. Von nun an gilt es nicht nur den Professor in einem Wettlauf gegen die Zeit zu finden, sondern auch um das eigene Überleben zu kämpfen. Ihr historisches Wissen verschafft ihnen einen gewissen Vorteil - aber sie müssen feststellen, daß es nicht einfach ist, das Ziel zu erreichen, ohne dabei den Lauf der Geschichte zu verändern.



Regie-Altmeister Richard Donner hat uns über die Jahrzehnte unzählige Klassiker des Unterhaltungskinos geliefert: "Lethal Weapon" 1-4, aber auch "Das Omen", "Superman" oder "Die Goonies" und noch einige mehr. Seine Verfilmung des Michael-Crichton-Romans "Timeline" gehört irgendwie nicht dazu, weil es dem Regisseur nicht gelingt, die aufgesetzte Komplexität der Zeitreise auf die grosse Leinwand zu übertragen. Donner reduziert den Plot auf die offensichtlichen Schauwerte und nutzt die oberflächlichen Charaktäre lediglich, um die einzelnen Handlungsstränge möglichst temporeich miteinander zu verbinden. Das macht nicht unbedingt Sinn, aber zumindest reichlich Spass. Da die meisten Popcorn-Filme im Zeitalter eines Michael Bay inzwischen nichts anderes mehr machen, kann man dem Regisseur das im Nachhinein aber gar nicht vorwerfen.
Bewertung: 7,5/10


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