Montag, 9. März 2009
DVD Reloaded
Das Bourne Ultimatum (2007)
Jason Bourne (Matt Damon) wollte untertauchen und ein neues Leben beginnen, doch die, die seine Existenz erschaffen hatten, ließen ihm keine Ruhe und töteten seine große Liebe. Jetzt wird er zum Jäger und Rächer. Um eine Zukunft zu haben, muss er herausfinden, wie alles begann. Von Moskau über Paris, London und Tanger nach New York City geht die Reise. Im Sperrfeuer feindlicher Agenten, gejagt von unerbittlichen Profikillern und auf der Hut vor der Polizei will Bourne die stellen, die ihn zu dem gemacht haben, was er ist.

"Wo sind Sie jetzt?" - "Ich bin in meinem Büro." - "Das bezweifle ich." - "Warum bezweifeln Sie das?" - "Wenn Sie jetzt in ihrem Büro wären, könnten wir von Angesicht zu Angesicht miteinander sprechen." ..... "Meine Regel Nummer 1 ist: Auf das Beste hoffen, auf das Schlimmste vorbereitet sein." ..... "Hier hat für mich alles angefangen. Und hier wird es enden." ... Hammer!
Jason Bourne ist auf der finalen Suche nach seiner Identität und entwickelt sich dabei zum besseren James Bond. Regisseur Paul Greengrass, der bereits die "Bourne Verschwörung" inszenierte, macht dabei die hektischen Handkamera-Schnittfolgen endgültig zur Kunstform, ohne die Grenze zur Unübersichtlichkeit zu überschreiten (was auch die Macher des jüngsten 007-Abenteuers vergeblich zu kopieren versuchen). Auch der dritte (und offensictlich nicht letzte) Teil der Agenten-Saga wird zur rasanten Action-Achterbahn, der seine Figuren - und auch den Zuschauer - ernst nimmt und konsequent weiter entwickelt. Matt Damon passt perfekt in das Spektakel und liefert als wortkarger Agent nicht nur denkwürdige Onliner, sondern auch eine sehr menschliche Vorstellung als einsamer und gejagter Jäger. Die Messlatte fürs zukünftige Actionkino wird mit dem "Bourne Ultimatum" äußerst hoch gelegt - und bei allen Versuchen bis heute nicht erreicht.
Bewertung: 9,5/10


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Neu auf DVD:
Screamers - The hunting
Dreizehn Jahre sind ins Land gegangen, seit die als Screamers bekannten Killerroboter alles menschliche Leben auf Sirius 6B zerstört haben. Nun folgt ein Rettungsteam einem Notsignal, das von dem vermeintlich verlassenen Planeten ausgesendet wird. Gibt es dort wirklich eine vergessene Kolonie menschlicher Überlebender? Oder haben die Screamers sich zu einer noch finstereren Macht entwickelt und halb menschliche, halb robotische Hybriden hervorgebracht, die Sirius 6B verlassen müssen, um ihre Mission zu beenden: die vollständige Vernichtung der menschlichen Rasse?

Natürlich gibt die Story der Science-Fiction Fortsetzung nicht wirklich viel her. Sie funktioniert überraschungsfrei nach den üblichen Horror-Klischees, bei denen nach dem "Zehn kleine Negerlein"-Prinzip einer nach der anderen abgemetzelt wird. Wobei "abgemetzelt" es ziemlich genau trifft, denn die Tötungsszenen sind schon deftig blutig. Da sich das Drehbuch von vornherein nicht lange mit den Charaktären aufhält, sorgt das Töten allerdings nur für einen jeweils kurzen Schockmoment. Unter der sicheren Regie von Sheldon Wilson ("Shallow Ground") kann man aber zumindest von einem soliden "Direct to DVD" B-Movie in flotter Inszenierung reden. Und "Alien"-Altstar Lance Henriksen gibt als Wissenschaftler wieder einmal einen routinierten Kurzauftritt.
Bewertung: 4,5/10


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Neu auf DVD:
John Cusack in 'War Inc'
Weil der Energieminister von Turakistan eine Pipeline baut ohne Abstimmung mit dem allmächtigen US-Konzern Tamerlane, entsendet dessen Vizepräsident (Dan Aykroyd) den Auftragskiller Hauser (John Cusack), den Unbotmäßigen zu strafen. Als Tarnung gibt Hauser vor, die Gala-Hochzeit der Popgröße Yonica Babyyeah (Hilary Duff) zu organisieren. Doch dann kommt ihm im Krisengebiet die neugierige Reporterin Natalie (Joan Cusack) in die Quere und versucht die Wahrheit aufzudecken.

Was "Lord of War" an wirklicher Politsatire zu wenig hat, übertreibt der thematisch ähnlich gelagerte "War Inc" gnadenlos. Der Film um die Geschäftemacherei mit dem Krieg wird zur absurden Action Farce ausgewalzt, in der John Cusack (wieder einmal) als Killer mit zynischen Sprüchen punkten kann. Allerdings läuft das sprunghafte Drehbuch ziemlich ins Leere und die oberflächliche Geschichte verliert schnell ihren Reiz, zumal auch die Inszenierung ziemlich unentschlossen und fahrig daherkommt. Ohne überzeugende Story und gut getimte Regie verpufft die Wirkung der Satire und der Humor verkommt nur noch zum Selbstzweck, der dann gar nicht mehr so witzig ist wie er sein könnte. Da hilft auch nicht der eigentlich großartige Cast, in dem Ben Kingsley als Bösewicht noch die besten Szenen hat.
Bewertung: 4/10


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RTL Eventkino:
Lord of War (2005)
Der Handel mit Waffen ist ein dreckiges aber lukratives Geschäft. Und Yuri Orlov (Nicolas Cage) ist darin der Beste. Nach bescheidenen Anfängen in New Yorks Stadtteil Little Odessa steigt er gemeinsam mit seinem Bruder Vitali (Jared Leto) nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum mächtigsten Waffenschieber der Welt auf. Unmenschliche Diktatoren und legitime Staatsoberhäupter - Yuri versorgt sie alle. Partei ergreift er nicht, so lange die Kasse stimmt. Da heftet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere der Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) an seine Fersen und Ehefrau Ava (Bridget Moynahan) stellt ihn vor ein Ultimatum. Yuri will sich für die Familie entscheiden, doch seine Kunden sind ihm unangenehm treu ...

Diese Kriegs-Satire gilt als Kultfilm - zu unrecht wie ich finde. Zwar liefert die Story einige nette Ideen, coole Oneliner und klasse Kameraufnahmen (die Szene mit der Patrone), aber sowohl die etwas undurchsichtige Story als auch die Charaktäre bleiben an der Oberfläche zugunsten von gefälligen Schauwerten. Dabei hat der völlig überschätzte Film eigentlich Potential für mehr als gefälliges Mainstream-Kino mit schnell nachgeschobenen, moralisch korrektem Zeigefinger am Ende.
Bewertung: 3/10


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Neue Singles der DSDS Ex-Kandidaten
Linda Teodosiu - Love Sux (VÖ 03.04.09)



Benni Herd - Gib mir die Zeit

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Sonntag, 8. März 2009
DSDS 2009 - Meine Prognose
Stehen die Sieger schon fest?
Wenn gestern die erste offizielle Mottoshow der RTL-Castingshow inszeniert wurde, werden die Sieger traditionell schon feststehen. Wobei es spannend sein wird, wer bei den wirklich guten Sängern einerseits und den Paradiesvögeln mit Unterhaltungswert andererseits wann nach Hause fahren darf. Die nächsten Wochen wird wie immer der Durchschnitt aussortiert, die weitere Entwicklung ergibt sich aus den noch zu zündenden Feuerwerk an Emotionen und inszenierten Skandalen. Hier meine Blind-Prognose:

Annemarie Eilfeld
Hübsches Kanonenfutter, ein bißchen was zu sabbern und der erste Skandal der Live-Shows. Da der Gesang dünn und die Performance trotz aller Aufredung sehr ungelenk ist, ist das Pulver schon jetzt verschossen.
Benny Kieckhäben
Wird als schräger Typ permanent weitergeschoben, hat einen gewissen Nervfaktor, bringt aber gesanglich in der Show eine einigermaßen ordentliche Leistung. Der Paradiesvogel sollte aber die nächsten Shows fliegen.
Michelle Bowers
Nachrückerinnen haben es traditionell schwer und werden schnell wieder entsorgt. Und sooo gut war der Auftritt mit Amy Winehouse einfach nicht.
Nachtrag: Erwartungsgemäss ist sie auch gleich wieder raus.

Marc Jentzen
Sensationeller Auftritt mit "End of the road". Sollte für die Top 5 reichen. In der Performance ist aber noch Luft nach oben. Wenn da noch mehr kommt, könnte der Weg aufs Siegertreppchen führen. Finale
Vanessa Neigert
Wenn es eine Frau werden sollte, dann dieser quirlige Wonneproppen. In früheren Staffeln hätte sie bei der Songauswahl aber verbal eins draubekommen, weil der Stimmungsschlager von Marianne Rosenberg natürlich nicht viel hergibt. Aber früher wollte man auch Vielseitigkeit sehen und nicht so eine eingefahrene Schiene. Wenn da noch ein paar Überraschungen fernab der einseitigen Schlagerschiene kommen, dann ist mehr drin. Finale
Cornelia Patzlsperger
Natürlich ist die Kombination von moderner Musik und Harfe schon etwas besonderes. Aber auch die Schiene wird sich schnell totlaufen, wenn da nicht noch mehr kommt. Dass sie singen kann, steht dabei ausser Frage. Platz 5
Daniel Schumacher
Hat zwar eine interessante Stimme, aber bei Simply Red wirkte sie eher befremdlich. Kommt auch sonst irgendwie etwas farblos rüber und wird daher wahrscheinlich bald der Überraschungskandidat sein, der früh gehen darf.
Dominik Büchele
"Imagine" geht mal gar nicht - dachte ich. Aber der Jungspund hat das wirklich ergreifend gebracht. Er wird sich aber vermutlich aufreiben mit der Jury bei der Songauswahl und irgendwann Nerven zeigen. Die kleinen Mädels tragen ihn vermutlich noch einige Shows weiter und dann ist vorbei der Traum. Platz 4
Holger Göpfert
Das geht gar nicht. Selbst Daniel Küblböck hatte mehr Taktgefühl beim Tanzen als dieser "Joe Cocker auf Speed". Das Problem ist aber, dass Herr Göpfert stimmlich nicht der Schlechteste ist. Aber die Show ist ein No-Go. Ich hoffe nur, dass RTL nicht ein "Michael-Hirte/Ingrid-van-Bergen"-Überraschungspaket inszenieren will und ihn als Mitleidssieger aufbaut. Bitte nicht! Top 3
Sarah Kreuz
Auch mit Whitney Houston war die gesangliche Leistung sehr ordentlich, das Mädel bleibt trotzdem einfach blass. Aber wird da gerade eine Liebelei mit Marc inszeniert? Das trägt natürlich noch ein paar Shows.


Foto: www.iloveradio.de

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