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Samstag, 7. Februar 2009
Das Versprechen (2001)
crizcgn, 22:54h
Am letzten Arbeitstag von Detective Jerry Black (Jack Nicholson) wird ein kleines Mädchen in einem abgelegenen Waldstück tot aufgefunden. Als er den Eltern die traurige Botschaft überbringt, verspricht er der verzweifelten Mutter, dass er den Mörder ihrer Tochter finden wird. Kurz darauf wird ein verstörter Indianer (Benicio del Toro) aufgegriffen und nimmt sich nach einem fadenscheinigen Geständnis das Leben. Obwohl die Polizei den Fall zu den Akten legt, ist Jerry skeptisch und stellt Nachforschungen an.
Sean Penns Drama beruht auf Friedrich Dürrenmatts gleichnamigen Kriminalroman, das sich mit seinem wesendlich drastischeren Schluß deutlich von der berühmten Heinz-Rühman-Verfilmung von 1958 unterscheidet ("Es geschah am hellichten Tag"). Während der deutsche Klassiker Gert Fröbe als den letztendlich Bösen inszeniert, konzentrieren sich Penn und sein Hauptdarsteller Jack Nicholson ganz auf die zwielichtigen Motive des Ermittlers. Neben dem einmal mehr grandiosen Hauptdarsteller finden sich illustre Namen wie Helen Mirren, Vanessa Redgrave, Mickey Rourke und (für einen großartigen Kurzauftritt) Benicio del Toro auf der Besetzungsliste. Penn verzichtet erwartungsgemäß auf plumpe Action und setzt ganz auf seine Darsteller, die den trotz des gemächlichen Tempos spannenden Film über die volle Laufzeit tragen.
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)

Sean Penns Drama beruht auf Friedrich Dürrenmatts gleichnamigen Kriminalroman, das sich mit seinem wesendlich drastischeren Schluß deutlich von der berühmten Heinz-Rühman-Verfilmung von 1958 unterscheidet ("Es geschah am hellichten Tag"). Während der deutsche Klassiker Gert Fröbe als den letztendlich Bösen inszeniert, konzentrieren sich Penn und sein Hauptdarsteller Jack Nicholson ganz auf die zwielichtigen Motive des Ermittlers. Neben dem einmal mehr grandiosen Hauptdarsteller finden sich illustre Namen wie Helen Mirren, Vanessa Redgrave, Mickey Rourke und (für einen großartigen Kurzauftritt) Benicio del Toro auf der Besetzungsliste. Penn verzichtet erwartungsgemäß auf plumpe Action und setzt ganz auf seine Darsteller, die den trotz des gemächlichen Tempos spannenden Film über die volle Laufzeit tragen.
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)

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DVDs Reloaded
Die Legende von Bagger Vance (2000)
Die Legende von Bagger Vance (2000)
crizcgn, 22:21h
Junuh (Matt Damon), ehemaliges Golftalent der Stadt, hat sich infolge seiner negativen Erfahrungen im ersten Weltkrieg und dem Verlust seiner einstigen Geliebten Adele Invergordon (Charlize Theron) zu einem psychischen Wrack und Alkoholiker entwickelt. Um den Golfplatz ihres Vaters, der kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin steht, zu retten, veranstaltet Adele ein Golfturnier. Neben zwei erfolgreichen Golfergrößen, entscheidet sich schließlich auch Junuh der Einladung zu diesem Turnier nachzukommen. In der Folge taucht eines Nachts ein geheimnisvoller Mann namens Bagger Vance (Will Smith) auf, der von nun an als philosophiespendender Caddy seinen Spieler motiviert und es wie kein anderer versteht, Junuh wieder an seine alte Form und Spielstärke heranzuführen, die dieser schon längst verloren glaubte. Trotz mehrmaliger Rückschläge während des Turniers, gelingt es Vance immer wieder seinen Protegé mit spirituell-philosophischen Denkanstößen zurück ins Spiel um den Sieg zu bringen. Der abschließende Showdown bei untergehender Sonne markiert dann den Höhepunkt des Films und gleichzeitig den im Leben von Junuh, der dank Bagger Vance ein besserer Mensch geworden ist.
Nach seinen Erfolgen "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" und "Der Pferdeflüsterer" produziert Robert Redford 2000 diese Golfballade, die er auf sehr beschauliche und geradezu altmodische Art erzählt. Obwohl seine Hauptdarsteller in einer - dem Golfspiel angebrachten - Ruhe aufspielen, gelingt es Redford, den Wettbewerb und seinen Film spannend zu gestalten. Der deutsche Kameramann Michael Ballhaus liefert dazu schöne Aufnahmen, die mit der Geschichte harmonieren, und die Megastars Matt Damon und Will Smith überzeugen in ihren Rollen. Trotzdem straft der durchschnittliche Kinobesucher den Film zum Erscheinen mit Ignoranz. Dabei hat der Film den Misserfolg eigentlich nicht verdient. Auch wenn er nicht ganz zu den üblichen Schemata passt. (Kommentar 08/2001) ...
Bewertung: 7/10

Nach seinen Erfolgen "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" und "Der Pferdeflüsterer" produziert Robert Redford 2000 diese Golfballade, die er auf sehr beschauliche und geradezu altmodische Art erzählt. Obwohl seine Hauptdarsteller in einer - dem Golfspiel angebrachten - Ruhe aufspielen, gelingt es Redford, den Wettbewerb und seinen Film spannend zu gestalten. Der deutsche Kameramann Michael Ballhaus liefert dazu schöne Aufnahmen, die mit der Geschichte harmonieren, und die Megastars Matt Damon und Will Smith überzeugen in ihren Rollen. Trotzdem straft der durchschnittliche Kinobesucher den Film zum Erscheinen mit Ignoranz. Dabei hat der Film den Misserfolg eigentlich nicht verdient. Auch wenn er nicht ganz zu den üblichen Schemata passt. (Kommentar 08/2001) ...
Bewertung: 7/10

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Freitag, 6. Februar 2009
Neu auf DVD:
Amok - He was a quiet man
Amok - He was a quiet man
crizcgn, 17:26h
Der stille Bob (Christian Slater) ist der bevorzugte Fußabtreter mobbender Chefs und Kollegen. Darum träumt er schon seit längerem lebhaft davon, mit dem Trommelrevolver aus seinem Schreibtisch ein Massaker am Arbeitsplatz anzurichten. Als es gerade mal wieder beinahe so weit ist, kommt ihm ein anderer Verlierer zuvor, und Bob tötet den Amokläufer, als dieser gerade Vanessa (Elisha Cuthbert), der einen netten Frau im Büro, den Fangschuss verpassen will. Für die Medien und Mitarbeiter ist Bob nun ein Held. Nur Vanessa, jetzt gelähmt, dankt es ihm anfangs schlecht.
Christian Slater, ehemaliger Heißsporn und potentieller Nachfolger Jack Nicholsons, ist kaum wiederzuerkennen als in sich zusammengebrochener Mitvierziger mit schütterer Halbglatze. Dabei zeigt er eine großartige Leistung in seiner Rolle als bebrilltes Mobbing-Opfer, das innerlich immer mehr zerbricht, bis es zu Explosion zu kommen droht. Der intelligente Film erzählt die Geschichte eines vom Umfeld geformten Losers, der über sich hinauswächst mit der Lebensaufgabe, die ihm zufällt. Und das ist nicht nur die durch die Heldentat hervorgerufene Beförderung, sondern auch die liebevolle Pflege der Frau, für die er schon immer geschwärmt hat. Nimmt man ihm diese Aufgaben aber weg, dann verfällt er wieder in die alten Verhaltensmuster. "He was a quiet man" ist satirische Charakterstudie eines Amokläufers und zugleich bitterböse Parabel auf unser Leben im allgemeinen. Daumen hoch für diesen Low Budget Geheimtipp!
Bewertung: 8/10

Christian Slater, ehemaliger Heißsporn und potentieller Nachfolger Jack Nicholsons, ist kaum wiederzuerkennen als in sich zusammengebrochener Mitvierziger mit schütterer Halbglatze. Dabei zeigt er eine großartige Leistung in seiner Rolle als bebrilltes Mobbing-Opfer, das innerlich immer mehr zerbricht, bis es zu Explosion zu kommen droht. Der intelligente Film erzählt die Geschichte eines vom Umfeld geformten Losers, der über sich hinauswächst mit der Lebensaufgabe, die ihm zufällt. Und das ist nicht nur die durch die Heldentat hervorgerufene Beförderung, sondern auch die liebevolle Pflege der Frau, für die er schon immer geschwärmt hat. Nimmt man ihm diese Aufgaben aber weg, dann verfällt er wieder in die alten Verhaltensmuster. "He was a quiet man" ist satirische Charakterstudie eines Amokläufers und zugleich bitterböse Parabel auf unser Leben im allgemeinen. Daumen hoch für diesen Low Budget Geheimtipp!
Bewertung: 8/10

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Neu auf DVD:
Disaster Movie
Disaster Movie
crizcgn, 05:28h
Ein Jüngling, der sich weigert erwachsen zu werden, und eben seiner Freundin den Laufpass gab, schmeißt eine Riesenparty, auf der es zwischen den exzentrischen Gästen bald zu turbulenten Verwicklungen kommt. Buchstäblich in den Schatten gestellt wird solcherlei von einem aus dem Weltall herein platzenden Meteoritenregen, der die Stadt in ein Katastrophengebiet verwandelt. Mitten im Chaos versuchen der junge Mann und seine Freunde, die nunmehr vermisste Ex zu finden.
Ist es nicht schon profan, wenn man von vornherein davon ausgeht, dass der Film schlecht ist, und man eigentlich nur sehen will WIE schlecht er ist? Es ist nicht neu, dass das Genre des Spoof Film inzwischen heruntergewirtschaftet wurde auf das zumeist witzloses Veralbern von möglichst vielen bekannten Kinofilmen und omnipräsenten Starlets. Im Fall vom "Disaster Movie" wären das: 10.000 BC, Amy Winehouse, Indiana Jones 4, Jumper, No Country for Old Men, Superbad, Juno, Wanted, High School Musical, Justin Timberlake, Jessica Simpson, Hannah Montana, Cloverfield, Hancock, Sex and the City, Prinz Kaspian von Narnia, Nachts im Museum, Verwünscht, Step up 2 the streets, The Day After Tomorrow, Iron Man, Hellboy 2, Der unglaubliche Hulk, Get smart, I am Legend, Alvin und die Chipmunks, The Dark Knight, Speed Racer, Michael Jackson, Die Legende von Beowulf, Kung-Fu Panda, Love Guru ... und noch einiges was ich übersehen habe.
Was man dem "Disaster Movie" zugute halten kann ist die wirklich unglaublich hohe Schlagzahl an Filmen, die durchs Bild gezerrt werden (und zu dem Zeitpunkt gerade selbst erst gestartet sind wie "Love Guru" oder "Zohan"). Von daher kommt kaum Langeweile auf. Allerdings ist der Witz entweder darauf beschränkt, dass der Film überhaupt auftaucht, oder aber man kennt die Art des Witzes bereits aus allen anderen Filmen seit "Scary Movie 1". Damit nicht genug, versucht man das Niveau aller Fäkalhumor-Vorgänger noch zu unterbieten (sämtliche Juno-Schwangerschaftswitze inkl ins Gesicht platzender Fruchtblase - das Celebrieren des erste Mordens der "Verwünscht"-Prinzessin etc). Insofern rechtfertigt der Film schon seinen schlechten Ruf. Allerdings weiss man, auf was man sich bei solch einem Film einläßt. Das Timing der schlechten Witze stimmt einigermaßen, der smarte und zugleich sexy Matt Lanter ("Welcome, Mrs. President") ist durchaus sympatisch, die Kulissen sind wesentlich aufwendiger als im billigen Spartaner Movie und es wird nicht permanent hysterisch gekreischt wie im "Another Gay Sequel". Das alles macht das Disaster nicht besser, aber zumindest bei weitem nicht zum schlechtensten Movie seiner Art. Und vermutlich zu einem der letzten, denn selbst bei geringem Budget konnte er seine Kosten in Amerika nicht wieder einspielen.
Bewertung: 4/10

Die wichtigsten Spoof-Movies findet Ihr HIER
Ist es nicht schon profan, wenn man von vornherein davon ausgeht, dass der Film schlecht ist, und man eigentlich nur sehen will WIE schlecht er ist? Es ist nicht neu, dass das Genre des Spoof Film inzwischen heruntergewirtschaftet wurde auf das zumeist witzloses Veralbern von möglichst vielen bekannten Kinofilmen und omnipräsenten Starlets. Im Fall vom "Disaster Movie" wären das: 10.000 BC, Amy Winehouse, Indiana Jones 4, Jumper, No Country for Old Men, Superbad, Juno, Wanted, High School Musical, Justin Timberlake, Jessica Simpson, Hannah Montana, Cloverfield, Hancock, Sex and the City, Prinz Kaspian von Narnia, Nachts im Museum, Verwünscht, Step up 2 the streets, The Day After Tomorrow, Iron Man, Hellboy 2, Der unglaubliche Hulk, Get smart, I am Legend, Alvin und die Chipmunks, The Dark Knight, Speed Racer, Michael Jackson, Die Legende von Beowulf, Kung-Fu Panda, Love Guru ... und noch einiges was ich übersehen habe.
Was man dem "Disaster Movie" zugute halten kann ist die wirklich unglaublich hohe Schlagzahl an Filmen, die durchs Bild gezerrt werden (und zu dem Zeitpunkt gerade selbst erst gestartet sind wie "Love Guru" oder "Zohan"). Von daher kommt kaum Langeweile auf. Allerdings ist der Witz entweder darauf beschränkt, dass der Film überhaupt auftaucht, oder aber man kennt die Art des Witzes bereits aus allen anderen Filmen seit "Scary Movie 1". Damit nicht genug, versucht man das Niveau aller Fäkalhumor-Vorgänger noch zu unterbieten (sämtliche Juno-Schwangerschaftswitze inkl ins Gesicht platzender Fruchtblase - das Celebrieren des erste Mordens der "Verwünscht"-Prinzessin etc). Insofern rechtfertigt der Film schon seinen schlechten Ruf. Allerdings weiss man, auf was man sich bei solch einem Film einläßt. Das Timing der schlechten Witze stimmt einigermaßen, der smarte und zugleich sexy Matt Lanter ("Welcome, Mrs. President") ist durchaus sympatisch, die Kulissen sind wesentlich aufwendiger als im billigen Spartaner Movie und es wird nicht permanent hysterisch gekreischt wie im "Another Gay Sequel". Das alles macht das Disaster nicht besser, aber zumindest bei weitem nicht zum schlechtensten Movie seiner Art. Und vermutlich zu einem der letzten, denn selbst bei geringem Budget konnte er seine Kosten in Amerika nicht wieder einspielen.
Bewertung: 4/10

Die wichtigsten Spoof-Movies findet Ihr HIER
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Superman returns (2006)
crizcgn, 02:56h
Nach mehreren Jahren im All, wo er die Zerstörung seines Heimatplaneten Krypton verarbeiten musste, kehrt Superman auf die Erde und in seine alte Rolle des Clark Kent (Brandon Routh) zurück. In der Zwischenzeit hat sich allerdings einiges geändert: Seine alte Flamme, die Über-Journalistin Lois Lane (Kate Bosworth), hat nunmehr mit Richard White (James Marsden) einen Verlobten, ausserdem einen Sohn und einen gewonnenen Pulitzer-Preis - für den Artikel "Warum die Welt Superman nicht braucht". Der Bösewicht Lex Luthor (Kevin Spacey) allerdings strebt immer noch nach der Weltherrschaft.
Nach einer jahrelangen produktionstechnischen Odyssey (u.a. mit Tim Burton und Brett Ratner als Regisseur bzw Nicholas Cage als Titelheld) übernimmt "X-Men"-Regisseur Bryan Singer 2004 das Ruder und liefert einen Superman, wie man ihn erwarten konnte: als durchkalkulierten Blockbuster. Da gibt es atemberaubende Action und ein Special-Effect-Gewitter, dafür aber kein Herz und keine Seele, weil sich die Geschichte kaum für seine Figuren zu interessieren scheint. Dass die vielen Effekte die Darsteller zu erdrücken drohen, ist das eine. Vielleicht liegt es aber auch an dem Helden selbst, der im Vergleich zu seinen Kollegen schon immer ein Langweiler war. Spiderman hatte neben seinen Heldentaten immer jede Menge Probleme mit sich selbst, von den tiefen Abgründen eines Batman gar nicht zu reden. Aber Superman? Der musste sich allenfalls um Lois Lane sorgen, die aber längst unerreichbar ist. Zudem wurde sämtliches Konfliktmaterial bereits ausgiebig in den Filmen der 80ern abgearbeitet, an die der Film ja anschliesst, sowie in den Serien "Smallville" und "Lois & Clark".
Dass mit Brandon Routh quasi ein Neuling im Geschäft besetzt wurde, der in der Verkleidung des netten Superhelden von nebenan völlig verblasst, mindert das Interesse an der Titelfigur zudem. Kein Wunder, dass Gegenspieler Richard alias James Marsden ihm den Schneid abkäuft bei der geliebten Lois. Während in den anderen Superhelden-Reihen wenigstens die Gegner punkten, sobald der Held schwächelt (Batmans Joker), enttäuscht irgendwie auch Kevin Spacey als Bösewicht - trotz einiger gelungener Szenen. Was bleibt ist eine sterile (und zudem mit 150 Minuten in die Länge gezogene) Effektschlacht ohne viel Sinn und Verstand, wie es die letzten Jahre (viel zu) viele Blockbuster gab. Da überrascht es nicht, dass die Studios trotz des finanziellen Erfolgs des Films an einer Fortsetzung des Franchise kein Interesse mehr haben.
Bewertung: 3/10 (Moviepilot Prognose 6)

Nach einer jahrelangen produktionstechnischen Odyssey (u.a. mit Tim Burton und Brett Ratner als Regisseur bzw Nicholas Cage als Titelheld) übernimmt "X-Men"-Regisseur Bryan Singer 2004 das Ruder und liefert einen Superman, wie man ihn erwarten konnte: als durchkalkulierten Blockbuster. Da gibt es atemberaubende Action und ein Special-Effect-Gewitter, dafür aber kein Herz und keine Seele, weil sich die Geschichte kaum für seine Figuren zu interessieren scheint. Dass die vielen Effekte die Darsteller zu erdrücken drohen, ist das eine. Vielleicht liegt es aber auch an dem Helden selbst, der im Vergleich zu seinen Kollegen schon immer ein Langweiler war. Spiderman hatte neben seinen Heldentaten immer jede Menge Probleme mit sich selbst, von den tiefen Abgründen eines Batman gar nicht zu reden. Aber Superman? Der musste sich allenfalls um Lois Lane sorgen, die aber längst unerreichbar ist. Zudem wurde sämtliches Konfliktmaterial bereits ausgiebig in den Filmen der 80ern abgearbeitet, an die der Film ja anschliesst, sowie in den Serien "Smallville" und "Lois & Clark".
Dass mit Brandon Routh quasi ein Neuling im Geschäft besetzt wurde, der in der Verkleidung des netten Superhelden von nebenan völlig verblasst, mindert das Interesse an der Titelfigur zudem. Kein Wunder, dass Gegenspieler Richard alias James Marsden ihm den Schneid abkäuft bei der geliebten Lois. Während in den anderen Superhelden-Reihen wenigstens die Gegner punkten, sobald der Held schwächelt (Batmans Joker), enttäuscht irgendwie auch Kevin Spacey als Bösewicht - trotz einiger gelungener Szenen. Was bleibt ist eine sterile (und zudem mit 150 Minuten in die Länge gezogene) Effektschlacht ohne viel Sinn und Verstand, wie es die letzten Jahre (viel zu) viele Blockbuster gab. Da überrascht es nicht, dass die Studios trotz des finanziellen Erfolgs des Films an einer Fortsetzung des Franchise kein Interesse mehr haben.
Bewertung: 3/10 (Moviepilot Prognose 6)

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