Freitag, 6. Februar 2009
Neu auf DVD:
Disaster Movie
Ein Jüngling, der sich weigert erwachsen zu werden, und eben seiner Freundin den Laufpass gab, schmeißt eine Riesenparty, auf der es zwischen den exzentrischen Gästen bald zu turbulenten Verwicklungen kommt. Buchstäblich in den Schatten gestellt wird solcherlei von einem aus dem Weltall herein platzenden Meteoritenregen, der die Stadt in ein Katastrophengebiet verwandelt. Mitten im Chaos versuchen der junge Mann und seine Freunde, die nunmehr vermisste Ex zu finden.

Ist es nicht schon profan, wenn man von vornherein davon ausgeht, dass der Film schlecht ist, und man eigentlich nur sehen will WIE schlecht er ist? Es ist nicht neu, dass das Genre des Spoof Film inzwischen heruntergewirtschaftet wurde auf das zumeist witzloses Veralbern von möglichst vielen bekannten Kinofilmen und omnipräsenten Starlets. Im Fall vom "Disaster Movie" wären das: 10.000 BC, Amy Winehouse, Indiana Jones 4, Jumper, No Country for Old Men, Superbad, Juno, Wanted, High School Musical, Justin Timberlake, Jessica Simpson, Hannah Montana, Cloverfield, Hancock, Sex and the City, Prinz Kaspian von Narnia, Nachts im Museum, Verwünscht, Step up 2 the streets, The Day After Tomorrow, Iron Man, Hellboy 2, Der unglaubliche Hulk, Get smart, I am Legend, Alvin und die Chipmunks, The Dark Knight, Speed Racer, Michael Jackson, Die Legende von Beowulf, Kung-Fu Panda, Love Guru ... und noch einiges was ich übersehen habe.

Was man dem "Disaster Movie" zugute halten kann ist die wirklich unglaublich hohe Schlagzahl an Filmen, die durchs Bild gezerrt werden (und zu dem Zeitpunkt gerade selbst erst gestartet sind wie "Love Guru" oder "Zohan"). Von daher kommt kaum Langeweile auf. Allerdings ist der Witz entweder darauf beschränkt, dass der Film überhaupt auftaucht, oder aber man kennt die Art des Witzes bereits aus allen anderen Filmen seit "Scary Movie 1". Damit nicht genug, versucht man das Niveau aller Fäkalhumor-Vorgänger noch zu unterbieten (sämtliche Juno-Schwangerschaftswitze inkl ins Gesicht platzender Fruchtblase - das Celebrieren des erste Mordens der "Verwünscht"-Prinzessin etc). Insofern rechtfertigt der Film schon seinen schlechten Ruf. Allerdings weiss man, auf was man sich bei solch einem Film einläßt. Das Timing der schlechten Witze stimmt einigermaßen, der smarte und zugleich sexy Matt Lanter ("Welcome, Mrs. President") ist durchaus sympatisch, die Kulissen sind wesentlich aufwendiger als im billigen Spartaner Movie und es wird nicht permanent hysterisch gekreischt wie im "Another Gay Sequel". Das alles macht das Disaster nicht besser, aber zumindest bei weitem nicht zum schlechtensten Movie seiner Art. Und vermutlich zu einem der letzten, denn selbst bei geringem Budget konnte er seine Kosten in Amerika nicht wieder einspielen.
Bewertung: 4/10




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Ein Hingucker wert: Disaster-Star Matt Lanter

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