Mittwoch, 29. April 2009
Neu auf DVD:
Smart People
Professor Lawrence Wetherhold (Dennis Quaid) verbirgt seine Depressionen nach dem Tod seiner Frau gekonnt hinter einer Fassade aus Arroganz und Zynismus, unter der vor allem seine Studenten zu leiden haben. Erst ein Unfall oder besser die damit verbundene Aufmerksamkeit der attraktiven Ärztin Janet (Sarah Jessica Parker) reißen Lawrence aus seiner Lethargie. Seine Tochter Vanessa (Ellen Page), ein introvertierter Teenager ohne soziale Bindungen, und sein Sohn James (Ashton Holmes) beäugen die sich anbahnende Romanze allerdings mit unverhohlener Skepsis. Als auch noch Lawrences höchst unkonventioneller Adoptivbruder Chuck (Thomas Haden Church) aufgrund akuter Geldnot bei den Weatherholds einzieht, geraten die Familienverhältnisse völlig aus den Fugen …

Auf den ersten Blick werden Erinnerungen an "Besser gehts nicht" wach. Mit dem großartigen Jack Nicholson kann Dennis Quaid jedoch nicht mithalten, wenn er ungelenk versucht, seine Rolle im Leben wiederzufinden. Dafür ist das Drehbuch von "Smart people" etwas zu harmlos geraten und hangelt sich ein bißchen von einer seicht-zynischen Szene in die nächste. Dass der Film trotzdem unterhält, liegt zum Großteil an der Besetzung, wobei vor allem Ellen Page aus "Juno" und Thomas Haden Church aus "Sideways" in ihren Szenen großartig sind. Der eigentliche Plot um Dennis Quaid und "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker plätschert dagegen ziemlich ziellos vor sich hin. Zu mehr als ordentliche Unterhaltung reicht es bei "Smart people" daher nicht, zumal trotz aller harmlos-bösartigen Dialogen der finale Biss irgendwie fehlt. Es gibt aber deutlich schlechteres in dem Genre.
Bewertung: 6/10 (Moviepilot Prognose 7)


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Neu auf DVD:
The Derby Stallion - Teenage Champion (2005)
Der 15-jährige Patrick (Zac Efron) weiß nicht so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Am wenigsten helfen ihm da die Ratschläge seiner Eltern und vor allem der Druck, den sein Vater (William R. Moses) auf ihn ausübt. Patrick soll in dessen Fußstapfen treten und professioneller Baseballspieler werden. Er aber verbringt seine Freizeit lieber bei dem ehemaligen Jockeytrainer Houston Jones (Bill Cobbs). Als dieser ihm dann die Möglichkeit bietet, ihn für den Derby Cup zu trainieren, steht Patrick vor mehreren schweren Aufgaben: Kann er seine Eltern überreden, ihn antreten zu lassen, und wenn ja, kann er dann auch gegen seinen ebenso reichen wie fiesen Rivalen Randy gewinnen? Kann er den Champion wecken, der in ihm schlummert?

Zac Efron, der Schwarm der vorpubertären (weiblichen) Teenie Generation, scheint geradezu prädestiniert, um auch zu Pferd die Herzen der Zahnspangen-Zielgruppe höher schlagen zu lassen. Dass die Story dabei aus dem üblichen Baukastensatz für Pferdedramen zusammengeklöppelt wurde, ist in dem mit Klischees beladenen Genre nicht ungewöhnlich. Der Teenager, der mit dem Vater und dessen falschen Ehrgeiz Probleme hat, von einem Mentor (wieder einmal Bill Cobbs aus "Nachts im Museum") für etwas anderes begeistert wird und sich dabei als derart talentiert entpuppt, dass er sogar zum Champion aufsteigt. Aus diesem Stoff sind schon unzählige Teenie- oder auch Sportfilme gestrickt worden. Hinzu kommt der gleichaltrige böse Konkurrent, eine bedrohliche Schuldenlast und eine zarte Romanze, fertig ist das Rührstück, das offensichtlich auf der Welle des ebenso einfach gestrickten "High School Musical" mitzuschwimmen versucht. Dass sich sämtliche Probleme wie der Konflikt mit dem Vater schnellstens in Luft auflösen, überrascht wenig, die schon erschreckende Seichtheit, mit der das allerdings passiert, grenzt schon an Kindsverdummung. Trotzdem wird der Frühfilm des heutigen Teeniestars sein Zielpublikum sicherlich erreichen. Dass Efron aber mehr kann als nur Hormonbeschleuniger für kleine Mädchen zu spielen, hat er allerdings in Filmen wie dem Remake von "Hairspray" bewiesen.
Bewertung: 3,5/10


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Mittwoch, 29. April 2009
YouTube: Benjamin Mckenzie on Ellen

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Neu auf DVD:
Paul Schraders 'The Walker' (2007)
Carter Page III. (Woody Harrelson) ist beliebt in der Washingtoner High Society: Er führt die Ladies aus, wenn deren Ehemänner, Senatoren und andere Honoratioren, gerade keine Zeit haben. Dass er schwul ist, macht ihn gefahrlos. Dann aber geschieht ein Mord, der heimliche Geliebte seiner besten Freundin Lynn (Kristin Scott Thomas) ist tot – und um die Freundin zu schützen, behauptet Carter, die Leiche gefunden zu haben, was ihm den Staatsanwalt dermaßen auf den Hals hetzt, dass er mit seinem türkischen Geliebten Emek (Moritz Bleibtreu) den wahren Täter finden muss. Doch das Netz aus Intrigen und Beziehungen in der Washingtoner Oberschicht scheint zu fein gesponnen zu sein …

Und wieder einer dieser Filme, die erst einmal wirklich vielversprechend klingen; interessante Story, gute Schauspieler und ein bekannter Regisseur. Trotzdem überzeugt der Film über den Begleiter nicht wirklich. Einerseits möchte er Krimi mit großen Lügen und Geheimnissen sein, andererseits versucht er die Scheinwelt der politische Oberschicht bloßzustellen. Leider entwickeln sich die beiden Säulen der Geschichte nicht zu einer Einheit, was vor allem zu Lasten jeglicher Spannung geht. Woody Harrelson als durchschnittlicher Gigolo-Typ mit (im deutschen) unerträglich tuntigem Unterton und Moritz Bleibtreu als sein hobby-detektivischer Liebhaber (fremd-synchronisiert) überzeugen allenfalls in der leidenschaftlichen Kuss-Szene. Auch die anderen Darsteller (Lauren Bacall, Lily Tomlin, Willen Dafoe) wirken wie Stafette, die brav aber steif ihren arg gestelzten Text aufsagen. Regisseur Paul Schrader, dem vor 29 Jahren mit "American Gigolo" einen großen Erfolg gelang, schafft es hier weder, sein eigenes Drehbuch in eine geschlossene Geschichte zu verwandeln, noch sie in seiner altmodischen Inszenierung mit Leben zu füllen. So ist der unspektaküläre Film vor allem eins: langatmig und unsäglich geschwätzig.
Bewertung: 3/10 (Moviepilot Prognose 4)


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Swimming Pool - Der Tod feiert mit (2001)
Eine Gruppe Teenager aus gutem Hause gedenkt die geglückten Reifeprüfung im Eliteinternat auf eine besonders spektakuläre Weise zu feiern. Kurzerhand okkupiert man zu später Stunde ein örtliches Erlebnisbad und verwandelt menschenleeren Hallen in eine sprudelnde Party-Zone. Der Spaß findet ein jähes Ende, als eine scheußlich verstümmelte Leiche nach der anderen auftaucht und es für alle Beteiligten offenbar wird, dass der Übeltäter aus der eigenen Gruppe stammt. Pech, dass der Bösewicht auch noch den Schlüssel zur Eingangstür weggeworfen hat.

Es mutet schon verdächtig an, wenn der Werbetext auf dem Cover der deutschen Produktion mit internationalem Anspruch Vergleiche zu "Scream" und "... was Du letzten Sommer getan hast" hergestellt werden. In der Tat erinnern vor allem die Anfangsszenen an Wes Cravens unerreichbaren Kultfilm. Dazu werden alle nur erdenklichen Klischees und Plotvorlagen aus dem Ur-Slasher "Halloween" brav abgearbeitet, um eine nach der anderen Figur kurz vor dem Beischlaf auf kuriose Art abzumurksen. Klingt unoriginell? Ist auch genauso unaufregend inszeniert. Da sich aber unter den Opfern internationale Darsteller wie der jetzige Megastar James McAvoy ("Wanted") befinden, die dumme Dialoge von sich geben und dabei konsequent halbnackt durchs Bild rennen (bis auf den billigen Michael-Myers Verschnitt selbst), kann man dem uninspirierten Teenager-Meuchel-Film einen gewissen Unterhaltungswert - wenn auch auf untersten Niveau - nicht absprechen.
Bewertung: 4/10 (Moviepilot Prognose 6,5)


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Frank Sudols 'Dead Fury' (2008)
Unter der Führung des aufgeweckten Max Bludharte stößt eine fidele Jagdgesellschaft in einem abgelegenen Waldstück auf ein seltsames Buch voller Beschwörungsformeln. Zunächst belustigt, liest einer von ihnen laut daraus vor und erweckt damit die Geister einer dämonischen Familie, die nach Rache sinnt. Als sich einer nach dem anderen in eine blutgierige Metzelmaschine verwandelt, beginnt ein grausamer Kampf um Leben und Tod.

Frank Sudols skuril-blutiger Cartoon wirkt wie eine seltsame Mischung aus "Tanz der Teufel" / "Armee der Finsternis" und nicht jugendfreie Computerspiel-Optik der 90er. Die simple Animation entpuppt sich dabei ebenso als kurios wie die noch schlichtere Handlung, die als Sammelsorium von Horror-Zitaten zu gefallen weiss, aber in ihrer sinnlosen Geschwätzigkeit umso nerviger erscheint. Somit verliert der potentielle Gruselspaß seinen Reiz schon nach wenigen Minuten. Über die volle Laufzeit hat der Film dann etwas von einem Folter-Porno - für den leidenden Zuschauer wohlgemerkt.
Bewertung: 1/10


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