Montag, 13. April 2009
Neu auf DVD:
Cornelia Funkes 'Tintenherz'
Mortimer „Mo“ Folchart (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) begeistern sich für Bücher und phantastische Geschichten. Auf Ihrer Suche nach literarischen Schätzen durchstöbern sie antike Buchmärkte und Läden überall wo sie hinkommen. Was Meggie nicht weiß ist, dass Mo eine besondere Gabe besitzt: er kann Wesen aus Büchern heraus und in unsere Welt hineinlesen. Für jedes Wesen das er auf diese Art zum Leben erweckt, verschwindet im Gegenzug ein Mensch in die Welt des Buches. Auf diese Weise verschwand einst Meggie´s Mutter Resa in dem Buch „Tintenherz“, dessen letztes Exemplar Mo verzweifelt sucht, um seine geliebte Frau daraus zu befreien. Auf Ihrer Buchjagd begegnen Mo und Meggie eines Tages einem alten Bekannten von Mo, dem Gaukler Staubfinger. Dieser wurde vor Jahren von Mo aus „Tintenherz“ herausgelesen. Staubfinger warnt Mo eindringlich vor dem furchtlosen Capricorn, der auch aus „Tintenherz“ in unsere Welt kam. Während Staubfinger wieder zurück in das Buch möchte, will Capricorn jedoch in unserer Welt bleiben und Mos Gabe für seine Zwecke nutzen. Um sich vor dem machtlüsternen Capricorn zu verstecken, flieht Mo mit Meggie in das Haus Ihrer Tante Elinor. Doch an Sicherheit ist auch dort nicht zu denken und bald überschlagen sich die Ereignisse. Entdeckt Meggie noch rechtzeitig, dass sie die Gabe ihres Vaters geerbt hat und schafft sie es sich und die anderen zu retten?

Bei "Tintenherz" muss man offenbar erstmal bekennen, ob man die Romanvorlage von Cornelia Funke kennt oder nicht. Denn gerade die begeisterten Leser der Trilogie geben sich größtenteils maßlos enttäuscht von der Verfilmung. Ich kenne die Buchreihe allerdings nicht und kann den Film etwas vorbehaltloser betrachten. Dabei sehe ich auch nicht die grosse Dramatik, wenn für eine Verfilmung Figuren oder auch Handlungsabläufe abgeändert werden müssen. Das Problem des Films scheint mir eher, dass er die Kenntnis der Vorlage vorauszusetzen scheint und ziemlich schnell zu der fürs Popcorn-Kino inzwischen übliche Action-Achterbahnfahrt übergeht. Die Entwicklung der einzelnen Charaktäre bleibt dabei ziemlich schnell auf der Strecke, und damit geht auch gleichzeitig die in der Handlung selbst beschworene Magie der Bücher und es Lesens an sich im Effekt-Gedöns ziemlich verloren. Das macht den Film nicht wirklich zu einem schlechten, aber der Zauber, der einer solchen Geschichte entspringen könnte, fehlt letztendlich. Im Gegensatz zu seelenlosen Pedanten wie "Der goldene Kompass" reicht es aber zumindest für einen kurzweiligen Spaß. Und das liegt auch an spielfreudigen Darstellern wie den Mumien-Jäger Brendan Fraser, für den die Romanfigur ja sogar geschrieben wurde.
Bewertung: 5,5/10 (Moviepilot Prognose 5,3)


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