Mittwoch, 22. Juli 2009
Neu auf DVD:
Donkey Punch - Blutige See
Die drei jungen und attraktiven Engländerinnen Lisa (Sian Breckin), Tammi (Nichola Burley) und Kim (Jaime Winstone) verbringen auf Mallorca ihren Sommerurlaub. Auf der Suche nach der nächsten Party lernen sie Sean (Robert Boulter), Bluey (Tom Burke), Josh (Julian Morris) und Marcus (Jay Taylor) kennen. Nach anfänglichem Zögern begeben sie sich auf die Jacht der Jungs und fahren aufs offene Meer hinaus, um ungestört feiern zu können. Die Party entwickelt sich zu einer Drogen- und Sexorgie, was so lange gut geht, bis eines der Mädchen durch einen sogenannten Donkey Punch - einen Schlag aufs Genick, der die Lust steigern soll - ums Leben kommt. Was harmlos anfing, wird zum bitteren Ernst und plötzlich ist klar: Hier kommt keiner mehr unversehrt raus!



Ein paar hübsche Mädels lernen einige ebenso gutaussehende Jungs kennen und verbringen mit ihnen einige Zeit auf dem Boot mit Sonne, Drogen und Sex. So austauschbar díe Grundidee ist, so überraschend ist die Entwicklung an Bord, die nicht einen geistig verwirrten Mörder auf die Gruppe loslässt, sondern eine Eigendynamik aufbaut, bei der jeder auf den anderen losgeht. Dabei gibt es weder die wirklich Guten noch die absolut Bösen, sondern nur eine geschickte Figurenkonstellation, die für die blutige Entwicklung sorgt. Eine andere Sache ist allerdings, wie grob und konstruiert der Plot daherkommt. So positiv die Grundidee ist, desto mehr muss man manches Mal ob der holprigen Inszenierung zittern. Viel zu sehr verlässt sich Regisseur Oliver Blackburn in seinem Erstling auf die Postkartenidylle und die Ausstrahlung seiner Darsteller. Das allerdings sorgt beides in der ersten Hälfte nur begrenzt für Spannung. Wenn Blackburn seine Zuschauer für zehn Minuten mit Softpornografie einlullt, verschenkt er gleichzeitig die Chance, den "Donkey Punch" wirklich als Schreckmoment zu nutzen. Dieser Slangausdruck bezeichnet eine Sexualpraktik, bei der der Mann den Analverkehr mit der Frau durch einen Schlag in ihren Nacken luststeigernd beendet, die aber laut Wikipedia nur eine ineffektive Internet-Legende ist (obwohl sie bereits in Harcore-Pornos praktiziert wurde). In diesem Fall führt dieser "Donkey Punch" zum Tod eines der Mädchen und ist gleichzeitig Auslöser der kommenden Auseinandersetzungen. Bei allen Schwächen in der Story und der Inszenierung, liefert der Film aber durchaus spannende Unterhaltung. Und so nachteilig die erwähnte Postkartenidylle auch für die Geschichte sein mag, so schön ist sie dennoch anzusehen. Und für die Idee mit der Leuchtrakete hat der Film eindeutig Extrapunkte verdient.
Eine interessante Kritik zum Film gibt es auch auf www.mannbeisstfilm.de
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7)


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