Dienstag, 28. Juli 2009
Uwe Bolls 'Far Cry'
Jack Carver (Til Schweiger) ist ein ehemaliger Elitesoldat der Special Force. Mittlerweile hat er sich zur Ruhe gesetzt und führt ein beschauliches Leben als Bootsführer an der amerikanischen Westküste. Eines Tages lässt sich die Journalistin Valerie (Emmanuelle Vaugier) von ihm zu einer Militärinsel bringen. Dort ist ihr Onkel als Colonel stationiert. Doch die Insel birgt ein Geheimnis: Der verrückter Wissenschaftler Dr. Krieger (Udo Kier)züchtet dort genetisch modifizierte Superkrieger und ist alles andere als begeistert über den unangemeldeten Besuch.

Irgendjemand sagte mal, das Problem von Uwe Boll sein nicht, dass er besonders schlechte Filme mache, sondern vielmehr dass er es nicht schafft, einen wirklich guten zu drehen. Es fällt ihm offensichtlich schwer, aus guten Einzelszenen einen durchgehend gutes Gesamtprodukt zu schaffen. Auch "Far Cry" ist wieder einmal Action von der (hinteren) Stange und nach Schema F(ilm) zusammengepuzzelt. Das Ergebnis ist allerdings für Bollsche Verhältnisse gar nicht einmal so schlecht. Zwar ist der Plot - erneut auf ein Videospiel beruhend - erwartungsgemäss platt und sinnfrei, und auch der Dialog (bzw die Synchro) ist so hölzern wie Schweiger als Actionheld, aber zumindest blitzt immer wieder Spaß und Selbstironie durch. Gepaart mit einigen ordentlichen Actionszenen ist zumindest der Fun-Faktor einigermassen gesichert. Das reicht zwar nicht an den heimlichen Boll-Klassiker "Postal" heran, liegt aber weit über dem Durchschnitt seiner früheren Werke.
Bewertung: 6/10 (Moviepilot Prognose 2,5)


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