Mittwoch, 16. September 2009
Die wichtigsten Filme von Patrick Swayze
Dirty Dancing (1987)

Es ist der Sommer 1963, und Familie Houseman plant einen erholsamen Urlaub im Feriencamp. Anfangs ist die 17-jährige Frances (Jennifer Grey), genannt Baby, noch ein wenig gelangweilt. Doch das ändert sich sofort, als sie den attraktiven Tanzlehrer Johnny Castle (Patrick Swayze) kennen lernt. Als die ehemalige Partnerin des Tänzers schwanger wird, organisiert Baby das Geld für die Abtreibung und springt sogar als Tanzpartnerin mit ein. Doch um den Mambo richtig zu lernen, muss Baby erst einmal viele Privatstunden beim König der Hüftschwinger nehmen ...

... "Dirty Dancing" ist inzwischen als Kultfilm in die Kinogeschichte eingegangen, die Musik in den Top10 aller Soundtracks verewigt und "Ich habe eine Wassermelone getragen!" wurde zum geflügelten Wort wie "Schau mir in die Augen, Kleines!" ... Meinen ausführlichen Kommentar gibt es HIER
Bewertung: 5/10




Ghost - Nachricht von Sam (1990)

Sam (Patrick Swayze) und Molly (Demi Moore) waren das perfekte Liebespaar, bis zu jenem Tag, an dem Sam kaltblütig ermordet wurde. Doch auch im Tode bleibt Sam in Mollys Nähe: Als Geist sieht und hört er alles, doch niemand kann ihn wahrnehmen. Um seine Geliebte Molly davor zu warnen, dass auch sie in Lebensgefahr schwebt, muss Sam den Kontakt über das reichlich verschrobene Medium Oda Mae Brown (Whoopi Goldberg) aufnehmen ...

"Ghost" ist der ultimative Rom-Com-Film, bevor es den Ausdruck überhaupt gab. Der Kinohit verbindet Fantasy, Romantic und Komödie zu ganz grossem Kino. Überwältigend komisch ist dabei Whoopi Goldberg in der Rolle als angebliche Hellseherin (für die sie auch den Oscar bekommt). Und die heisse Töpfer-Sauerei (mit der 60er-Jahre-Schnulze "Unchained Melody" unterlegt) wird ebenso in die Filmgeschichte eingehen wie die Wasser-Hebefigur aus "Dirty Dancing".
Bewertung: 8,5/10




Gefährliche Brandung (1991)

Heißer Sommer in LA Eine Bande von Bankräubern terrorisiert die Stadt. Mit Plastikmasken als Ex-Präsidenten der USA verkleidet, schlagen sie immer wieder blitzschnell, rücksichtslos und professionell zu. Die Polizei ist absolut ratlos bis der junge FBI-Agent Johnny Utah (Keanu Reeves) auf die Idee kommt, sich als Undercover-Agent in das Surfer-Milieu einzuschleichen. Dort trifft er nicht nur auf die attraktive Tyler (Lori Petty), sondern auch auf den charismatischen Surf Guru Bodhi (Patrick Swayze) und seine Clique, mit der er sich schnell anfreundet. Bald bemerkt er, dass seine neuen Freunde mit den Banküberfällen zu tun haben ...

Als Präsidenten Banken überfallen, Fallschirmspringen, einfach nur abhängen und surfen, surfen, surfen - die dünne Story tut alles, um möglichst cool zu wirken. Zumindest Swayze bringt der Film weg vom Frauen-Versteher-Image, und auch Keanu Reeves liefert eine ordentliche Leistung. Zudem lässt die Inszenierung von Kathryn Bigelow ("Strange Days") mit ganz eigener Atmosphäre und intensiven Aufnahmen nicht viel Wünsche offen. Trotzdem scheint mir der Undercoverthriller mit seinem sehr einfachen Plot als Kultfilm reichlich überbewertet.
Bewertung: 6/10




Weitere Filme mit Patrick Swayze (Auswahl):
Die Outsider (1983) - Bewertung: 9/10
Die rote Flut (1984) - Bewertung: 1/10
Road House (1989) - Bewertung: 2/10
Ruf nach Vergeltung (1989) - Bewertung: ?/10
To Wong Foo ... (1995) - Bewertung: 6/10
Donnie Darko (2001) - Bewertung: 7,5/10
11:14 (2003) - Bewertung: 7,5/10
Mord im Pfarrhaus (2005) - Bewertung: 7/10

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RIP Patrick Swayze (1952-2009)
Egal was er machte, ob er toughe Bullen, Fummeltrinen, Surfer, unruhige Geister-Lover oder Familienväter spielte, er blieb vor allem eines: Johnny aus dem Kult-Hit “Dirty Dancing.” Mit dem Satz “Nobody puts baby in a corner” gab er allen hässlichen Enten Hoffnung doch noch eines Tages den tanzenden Superman zu finden, der ihnen die “Zeit ihres Lebens” bescherte. Der Low-Budgets-Streifen mit der kitschig-bittersüßen Story wurde zum Phänomen, zum echten Kult der bis heute andauert und in Bühnenshows immer neue Iterationen erlebt.

Bekannt wurde Swayze aber schon einige Jahre zuvor, in Coppolas “The Outsiders” und dem umstrittenen Cold-War-Heuler “Red Dawn”, in dem er zusammen mit vielen anderen späteren Teenie-Idolen die USA vor den bösen Russen schützen musste. Unvergesslich wurde er jedoch erst mit “Dirty Dancing”, dem einige mittelprächtige Actionklopper und dann noch “Point Break” und “Ghost” folgten, ehe es erstmal wieder ruhig um ihn wurde. Swayze war trotz seines zeitweiligen Ruhms als Backfisch-Idol vor allem immer der solide Arbeiter als der glamouröse Star, vielleicht ein Grund warum seine Karriere nie dauerhaft abhob. Er war nie weg, aber auch weit vom wirklichen Star-Ruhm entfernt. Achtungserfolge erzielte er immer wieder, ob in “11:14” oder “Donnie Darko” – allerdings immer als Nebenrolle im Ensemble. Für den verspäteten und vergessenswerten Dirty Dancing Nachklapp “Nights in Havanna” ließ er sich noch einmal zu einer Gastrolle überreden, die den Film aber auch nicht vor dem Flop retten konnte.

Anfang 2008 wurde eine agressive Form von Krebs bei Kettenraucher Swayze festgestellt, die Ärzte gaben ihm wenig Hoffnung. “Wenn ich noch 5 Jahre lebe, ist es viel”, sagte er in einem Interview. Trotz der düsteren Prognose hat Swayze bis zum Schluß gearbeitet, Fernsehfilme und die Serie “The Beast” abgedreht. Er weigerte sich Schmerzmittel zu nehmen, weil er nicht benebelt vor die Kamera treten wollten. Gestern hat er den Kampf gegen den Krebs verloren. Patrick Swayze starb im Alter von 57 Jahren im Kreise seiner Familie.
Quelle: www.fuenf-filmfreunde.de

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Neu auf DVD:
Zac Efron in '17 Again - Back To Highschool'
In der Abschlussklasse von 1989 war Mike O'Donnell (Zac Efron) der coolste Basketballstar an seiner Schule. 20 Jahre später ist aus ihm ein Loser geworden: Mike (Matthew Perry) lebt von seiner Frau Scarlett (Leslie Mann) getrennt, seine Teenie-Kids verachten ihn. Als er einem Selbstmörder helfen will, verwandelt ihn ein Zeitsprung optisch wieder in einen 17-Jährigen. Kurzum schreibt er sich an der Highschool seiner Kinder ein und erlebt ein blaues Wunder.

Diese Warner-Produktion ist erst einmal ein reines Vehikel für Zac Efron, dem Teeniestar aus "High School Musical". Die Story zum Image wirkt dabei wie abgeschrieben aus dem Nebenplot der "Zurück in die Zukunft"-Saga. Vermischt mit den bekannten Motiven der Körpertausch-Komödien und den üblichen Disney-Klischees ergibt das einen harmlosen und keimfreien Familienspaß ohne irgendwelche Überraschungen oder auch nur den Ansatz von Tiefgang. Da Efron seine Rolle aber einfach ausfüllt und genau das tut was man von ihm erwartet, fällt die inhaltliche Leere gar nicht einmal besonders ins Gewicht. Selbst die triefend konservativen Moralvorstellungen, die der Film vertritt (kein Sex vor der Ehe), lassen sich mit einem Augenzwinkern aus dem Plot (und der eigentlichen Teenie-Vater-Rolle Zacs) erklären. Die Frage ist nur, ob man die offensichtlichen Schwächen der Schema-F Handlung zum Anlass nimmt, ein vernichtendes Urteil über den Film zu treffen, oder ob man freundlich über sie hinwegschaut und sich einfach dem berechenbaren Kitsch hingibt. Ich drücke mal beide Augen ganz fest zu und entscheide mich für zweiteres ...
Bewertung: 7/10 (Moviepilot Prognose 6,3)


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Neu auf DVD:
Mord ist mein Geschäft, Liebling
Eigentlich ist Toni Ricardelli (Rick Kavanian) mit seinem Beruf als Profikiller ganz zufrieden: 'Gute Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, und man hat viel mit Menschen zu tun.' Doch eines fehlt ihm zu seinem Glück: die richtige Frau! Als Toni den Auftrag hat, den ehemaligen Mafioso und Autor Enrico Puzzo (Franco Nero) zu erledigen, um die Veröffentlichung von dessen Memoiren zu verhindern, begegnet er der schusseligen Verlagsangestellten Julia (Nora Tschirner) und verliebt sich prompt. Toni ergreift die Chance, in ihrer Nähe bleiben zu können: Er gibt sich als Puzzo aus und rettet damit Julias Karriere. Doch Tonis Hochstapelei erweist sich trotz der Hilfe seines alten Freundes Pepe (Bud Spencer) als lebensgefährliche Mission. Nicht nur, dass Julias Verlobter, der neurotische Verlegerssohn Bob Kimbell (Janek Rieke), den echten Puzzo kennt und droht, ihn zu enttarnen. Auch Mafiaboss Salvatore Marino (Günther Kaufmann) setzt eine ganze Horde von Killern auf ihn an. Allen voran der charmante Bayer Helmut Münchinger (Christian Tramitz), dessen 'Schatzi' ihn gerne am Handy mitkleinen Alltagsproblemen bei der Arbeit stört. Und so wird Tonis Leben als Mafiaautor schnell zum gefährlichsten Job seiner Karriere.

Nachdem der "Deutsche Film" die letzten Jahre immer besser wurde, scheint er sich zuletzt voller Elan zurückzuentwickeln. Erst liefert Til Schweiger mit "1 1/2 Ritter" eine Nullnummer, jetzt scheitert Sebastian Niemann ("Hui Buh") an dem Versuch, das Mafia-Genre mit dem Screwball-Stil der 60er zu verbinden. Herausgekommen ist eine seltsame Mischung an Slapstick-Szenen, die sich nicht zu einer wirklichen Geschichte entwickeln will und zumeist sogar nur aufgesetzt und entsetzlich albern wirkt. Dabei versuchen sich einige bekannte deutsche Darsteller am möglichst witzigen Humor - neben den oben genannten auch Ludger Pistor ("James Bond - Casino Royale"), Axel Stein und Jasmin Schwiers ("NVA") - aber der wirkliche Spaß will sich vor lauter Krampf nicht einstellen. Dafür fehlt es konsequent an gutem Wortwitz und vor allem am richtigen Timing. An Bully-Kumpel Rick Kavanian liegt es dabei kaum, dass viele Szenen nicht funktionieren, müht er sich doch redlich durch ein dünnes Drehbuch voller flacher Kalauer. Nora Tschirner kann man zudem in ihrer Rolle der anstrengend-naive Julia gar als Totalausfall bezeichnen. Da hilft es auch nicht, wenn der Klingelton von Christian Tramitz als Running Gag nervt und Italo-Kultfigur Bud Spencer promotiontechnisch aber sinnlos durchs Bild geschoben wird. Einzig der immer noch unverwüstliche Wolfgang Völz ("Raumpatrouille Orion") und ausgerechnet Dschungelcamp-Besucher Günther Kaufmann setzen einige schauspielerische Glanzlichter, die aber viel zu selten sind für eine wirklich kinoreife Leistung.
Bewertung: 2,5/10 (Moviepilot Prognose 5,2)


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Neu auf DVD:
Don Cheadle in 'Traitor'
Auf die US-Botschaft in Frankreich wird ein Bombenanschlag verübt. Aufgrund der Beweislage hat das FBI schnell eine Theorie: Der ehemalige US-Sergeant Samir Horn (Don Cheadle), der bereits seit langem verdächtig wird, einem Terror-Netzwerk im Nahen Osten anzugehören, soll der Drahtzieher des Anschlags sein. FBI-Agent Roy Clayton (Guy Pearce) macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, denn für ihn steht noch nicht fest, wem er in dem beginnenden Verwirrspiel tatsächlich sein Vertrauen schenken kann. Als bekannt wird, dass ein weiterer Anschlag in den USA geplant ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Vergleich mit Ridley Scotts thematisch ähnlichen Film "Der Mann, der niemals lebte" passt nur bedingt, denn bei "Traitor" handelt es sich um einen arg gradlinig erzählten Polit-Thriller mit bekannten Motiven wie dem Maulwurf in der Terror-Zelle. Der eher an "24" erinnernde Plot ist routiniert erzählt und bietet einige spannende Wendungen, ohne im Hollywoodkitsch abzuflachen, aber auch ohne besondere Höhepunkte zu setzen. Don Cheadle ("Hotel Ruanda") liefert eine mehr als solide Leistung, Guy Pearce ("Memento") allerdings bleibt wie häufig in letzter Zeit einmal mehr hinter seinen Möglichkeiten. Für einen intelligenten Action-Abend reicht das allemal, die große Überraschung bleibt bei "Traitor" jedoch aus.
Bewertung: 6,5/10 (Moviepilot Prognose 6,5)


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