Mittwoch, 16. September 2009
Neu auf DVD:
Willkommen bei den Sch'tis
Der Postbeamte Philippe Abrams (Kad Merad) ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben in der Provence, wären nicht die Depressionen seiner wunderschönen Frau Julie (Zoé Félix). Ihr zuliebe versucht er, sich an die Riviera versetzen zu lassen, um dort mit Frau und Kind die Sonnenseite des Lebens zu genießen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind ihm - fast - alle Mittel recht, nur leider stellt er sich nicht sehr geschickt an und so kommt, was kommen muss: Er wird versetzt, doch zu allem Unglück keineswegs in den sonnigen Süden, sondern in den Norden Frankreichs. Weil man sich im Süden nur das Schlimmste über diesen dunklen und kalten nördlichsten Landesteil ausmalt, lässt Philippe seine Frau und den Sohn zurück und macht sich, bemitleidet von allen, die er zurücklässt, und ausgerüstet mit einer dicken Daunenjacke und einem Koffer voller Vorurteile, allein auf den Weg nach Bergues - zu den Sch'tis. Dort angekommen merkt er schnell, dass er zwar ihren Dialekt überhaupt nicht versteht, die Menschen aber unglaublich herzlich und liebenswert sind. Zu seinem Erstaunen trifft er auf einen charmanten kleinen Ort, ein warmherziges Team und offene, freundliche Menschen. Der Postbote Antoine (Dany Boon) wird rasch sein bester Freund. Julie indes bereitet ihm an den freien Wochenenden im Süden den Himmel auf Erden, und er ist oben im angeblich barbarischen Norden so glücklich wie nie. Alles läuft bestens - bis Julie eines Tages beschließt, Philippe vor Ort beizustehen. Der sieht sich nun gezwungen, Antoine und seinen Mitarbeiter zu gestehen, dass er sie seiner Frau als unzivilisierte Horde beschrieben hat. Er muss sich schnell etwas einfallen lassen ...

Jedes Jahr gibt es zwei bis drei Filme, die aus dem Nichts auftauchen und plötzlich zum unerwarteten Publikumserfolg werden. Mit über 1 Millionen Besucher gehört "Willkommen bei den Sch'tis" zu den jüngsten Überraschungen an der Kinokasse. Dabei bietet der französische Film keine Promi-Darsteller, keine Explosionen oder grossen Special Effects. Was die Komödie allerdings ausmacht, ist die ebenso simple wie warmherzig erzählte Handlung mit Schauspielern, die ihre Rollen ernst nehmen, ohne sich in Übertreibung zu flüchten. Auch dass die einzelnen Kapitel nicht sinnlos breitgetreten werden, spricht für die Geschichte (allein der Abschnitt, in dem die Kollegen seiner Frau die Barbaren vorspielen, würde in Hollywood für zwei Rom-Coms reichen, reduziert sich hier aber auf wenige Szenen). Durch diese realistische Darbietung entwickelt sich ein bodenständigen Witz, der durch sein perfektes Timing einfach umwerfend komisch ist. Allein das macht ihn schon zum absoluten "Feelgood"-Movie mit viel Humor und noch mehr Herz .
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7,8)


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Envy - Neid (2004)
Tim (Ben Stiller) und Nick (Jack Black) sind die besten Kumpels, Nachbarn und Kollegen, deren Freundschaft allerdings auf eine harte Probe gestellt wird, als eine von Nicks verrückten Wie-werde-ich-auf-dem-schnellsten-Weg-Millionär-Ideen unerwarteten Erfolg hat: das "Vapoorizer"-Spray, mit dem sich Hundehaufen und ähnlich unliebsame Dinge - wortwörtlich - in Luft auflösen. Tim, der anfangs nichts als Hohn und Spott für Nicks Idee und dessen Angebot, sich an seinem Projekt zu beteiligen, übrig hatte, muss nun seinem Freund dabei zusehen, wie dessen Vermögen und damit auch Tims Neid ins Unermessliche wachsen. Als die Eifersucht auch noch durch einen plötzlich auf der Bildfläche erscheinenden, kauzigen Gammler (Christopher Walken) angefacht wird, gerät Tims Leben komplett aus den Fugen ... und reißt das von Nick mit sich.

Die erste Zusammenarbeit der beiden Großkampf-Humoristen erweist sich als deutlich harmloser als man erwarten könnte. Während Jack Black sich gewohnt schmerzfrei zum Affen macht, liegt der Schwerpunkt der Story auf den potentiell neidischen Ben Stiller, der einmal mehr sein Rollenbild als sympatischer Depp herunterspult. Insgesamt liefert der Film also gewohnte Kost, die sich trotz des "Scheiss" Überthemas äusserst fäkalfrei hält. Das lässt ihn allerdings geradezu banal und altbacken erscheinen. Wer auf den Brachialhumor der beiden Komiker steht, der wird trotzdem seine Freude haben an dieser absurden Geschichte - und bekommt Christopher Walken in einer abgedrehten Nebenrolle als Zugabe.
Bewertung: 5,5/10 (Moviepilot Prognose 4,8)


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Twilight II - New Moon Trailer (YouTube)


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