Mittwoch, 9. September 2009
Inglorious Bastards -
Ein Haufen verwegener Hunde (1977)
Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges: Fünf US-Deserteuren gelingt nach einem Artilleriegefecht die Flucht vor der US-Militärpolizei. Auf ihrem Weg in die kriegsneutrale Schweiz geraten die Fahnenflüchtigen in die Fänge französischer Partisanen. Auf deren Befehl soll das Quintett nun den Sprengkopf der deutschen V-2-Rakete entwenden - eine Mission, die einem Todeskommando gleichkommt.



Das ist der Film, der Quentin Tarantino zu seinem bisher erfolgreichsten Kinofilm animiert hat und einmal mehr seinen ausgefallenen Geschmack bestätigt. Bei dem italienischen Original handelt es sich um eine krude Action-Klamotte, die blutige Kriegsgewalt mit plumpen Kalauern und viel unfreiwilliger Komik vereint. Allein die unsäglichen Todes-Hechtsprünge der zahlreich niedergemetzelten Soldaten wären zu komisch, wenn man nicht gerade leidend mit dem Kopf auf der nächstbesten Tischplatte hämmern würde. Die Synchro agiert auf dem Niveau des damaligen Spencer-Hill-Klamauks, was angesichts der Greueltaten einfach nur peinlich wirkt - wobei der (durchaus abweichende) Original-Dialog allerdings auch nicht viel mehr hergibt. Richtig anstrengend ist zudem in der restaurierten Version die wilde Mischung aus 70er Jahre Synchro, italienischem Original mit Untertiteln und gebrochenem original-deutschen Text. Zwar ist es lobenswert, wenn man fehlende Szenen wieder in der ursprünglich gekürzte Fassung ergänzt, aber wenn des sich um ganze Handlungsstänge handelt (das Liebes-Tätatä), wäre es tatsächlich sinnvoller über eine Neu-Synchro nachzudenken. Allerdings wäre das vielleicht zuviel Aufmerksamkeit für dieses alberne Machwerk, das mit sehr verquerem Humor allenfalls als veralteter Nazi-Trash zu ertragen ist.
Mehr zu der um 20 Minuten gekürzten deutschen Original-Veröffentlichung auf http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=3909
Bewertung: 2/10 (Moviepilot Prognose 6,6)


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