Freitag, 25. Dezember 2009
S1m0ne - Per Mausklick zum Superstar (2002)
Es läuft nicht gut für Regisseur Viktor Taransky (Al Pacino): seine letzten drei Werke sind gefloppt, von seiner Ex-Frau, der Produzentin Elaine (Catherine Keener), bekommt er Druck und gerade hat sich die zickige Schauspielerin Nicola (Winona Ryder) rauschend vom Set seines neuesten Films verabschiedet. Da niemand mehr mit Viktor arbeiten will, greift er aus der Not auf ein Programm des verstorbenen Computergenies Hank (Elias Koteas) zurück und erschafft mit dessen ‚Simulation One‘ die künstliche Darstellerin S1m0ne (Rachel Roberts). Sein Film ‚Sunrise Sunset‘ wird zum Hit, S1m0ne zum gefeierten Star. Doch als schließlich die ganze Welt der nicht existierenden Schönheit zu Füßen liegt und sich niemand für Viktor interessiert, will er das Programm mit allen Mitteln los werden. Doch das Phänomen S1m0ne scheint unzerstörbar ...

Der perfekte Schauspieler von der Festplatte - ein Albtraum, der so seit Jahren durch Hollywood geistert. James Camerons jüngster Streich beweist dabei jüngst, wie weit die Tricktechniker in der Hinsicht schon sind. So weit hergeholt scheint die Vision von 2002 also gar nicht. Das Science-Fiction Drama bleibt allerdings reichlich einfältig in seiner Darstellung. Vor allem die Geheimniskrämerei um den begehrten Weltstar birkt zwar einiges Potential für Mediensatire, wirkt aber in seiner übersteigerten Inszenierung einfach nur unglaubwürdig. Wirklich witzig ist die konfuse Story dabei auch nicht, weil man weder Taranskys schizophroenes Handeln noch die sensationsheischenden Reaktionen wirklich nachvollziehen kann. Al Pacino spielt (erwartungsgemäss) überragend, kommt aber nicht gegen ein naives Drehbuch an, das bei allen Möglichkeiten einfach nicht glaubhaft wirkt.
Bewertung: 4/10 (Moviepilot Prognose 5,1)


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