Sonntag, 24. Mai 2009
Bundesliga 2009: Wolfsburg Meister
Der VfL Wolfsburg ist zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte deutscher Fußball-Meister. Das Team von Trainer Felix Magath sicherte sich durch ein 5:1 gegen Werder Bremen den Titel. Bayern München kam nach einem 2:1-Sieg gegen VFB Stuttgart auf den zweiten Platz. Ein spätes Siegtor zum 2:3 gegen Eintracht Frankfurt beschert dem Hamburger SV einen Europapokal-Platz neben dem Hertha BSC. Absteigen müssen Arminia Bielefeld und der Karlsruher SC. Die Bielefelder erzielten gegen Hannover nur ein 2:2-Unentschieden, den Karlsruhern nutzte auch ein 4:0-Sieg gegen Hertha BSC nichts mehr. In die Relegation geht nach einem 3:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen die Mannschaft von Energie Cottbus.
(Nachtrag: Die Relegation geht gegen Nürnberg, die hinter Freiburg und Mainz den dritten Platz der zweiten Liga erreichen).

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Neu auf DVD:
Toxic - 1 Girl, 1 Curse, 17 Bodies
Die junge Lucille (Charity Shea) flieht aus einer psychiatrischen Klinik. Eine Situation, die ihrem Vater, dem Gangsterboss Van Sant (Tom Sizemore), alles andere als gefällt, denn schlussendlich wird Lucilles Weg bei ihm enden. Er glaubt, dass Lucille verflucht ist und jedem, der in ihre Nähe kommt, den sicheren Tod bringt. Und tatsächlich hinterlässt das Mädchen eine Menge Leichen auf ihrer Reise durch die Stadt. Grund genug für Van Sant seine zwei besten Killer Sid (Corey Large) und Antoine (Danny Trejo) anzusetzen, um seine Tochter davon abzuhalten, in seine Reichweite zu kommen. Doch sein Plan scheitert auf drastische Weise ...

Was dann genau passiert ist, erfährt der Zuschauer aus der Sicht des offensichtlich geläuterten und inzwischen als Barkeeper arbeitenden Killer Sid, der ein Jahr später immer wieder von Flashbacks heimgesucht wird. Diese Rückblenden erklären nach und nach das Verschwinden von Lucille, auch was Nadine (Dominique Swain) und ihr Zuhälter Angel (Master P) damit zu tun haben. Regisseur Alan Pao erzählt keine gradlinige Geschichte, sondern verdreht die einzelnen Versatzstücke zu einem verschachtelten und letztlich wirren Plot mit einigen dramatischen Wendungen - in der besten Tradition abgekupfert bei Tarrantino und Guy Richie. Dabei inszeniert er seinen Film mit entsprechend stylischen Inszenierungsspielereien eines Tony Scott ("Déjà Vu"): extreme Farbfilter, verwackelte Handkamera, ungewöhnliche Perspektiven, wechselndes Abspieltempo und abgehackte Schnittfolgen - das übliche, auf cool getrimmte Programm eben. Dabei strauchelt aber auch er kräftig an der "Style over Plot"-Inszenierung, die der Geschichte vor lauter Editing-Mätzchen kaum Platz zur vernünftigen Entfaltung lässt. Wenn der Zuschauer am Ende ein äusserst wirren Finaltwist vorgesetzt bekommt, der alles erklären soll, wird sich dessen Interesse vor lauter Effekthascherei vermutlich längst schon derart minimiert haben, dass er sich kaum noch die Mühe machen wird, den lieblos hingeworfenen Knäuel an Informationen wirklich entwirren zu wollen. Allein der ungewöhnliche B-Movie Cast - in weiteren Rollen und Cameos u.a. Costas Mandylor ("Saw"), James Duval ("Donnie Darko"), C. Thomas Howell ("Hitcher") - hebt den Film ein wenig von Guy Richies gescheitertem Gangsterfilm "Revolver" ab.
Bewertung: 4/10


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DVD Reloaded
Ich weiss was Du letzten Sommer getan hast I & II (1997/1998)
Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast (1997)

In einer lauen Sommernacht rasen die Teenager Julie (Jennifer Love Hewitt), Helen (Sarah Michelle Gellar), Barry (Ryan Phillippe) und Ray (Freddie Prinze Jr) mit ihrem Auto die Küstenstraße entlang, als ihnen plötzlich eine Gestalt vor den Wagen springt und am Straßenrand liegenbleibt. Voller Panik werfen sie den leblosen Körper ins Meer und schwören sich, keiner Menschenseele jemals etwas zu erzählen. Doch ein Jahr später kehrt der Horror des Sommers zurück. Alle Beteiligten erhalten rätselhafte Drohungen, sie ahnen: es gibt jemanden, der um ihr schreckliches Geheimnis weiß. Ein erster, blutiger Mord geschieht und der Unbekannte will anscheinend nicht ruhen, bis einer nach dem anderen ein grausames Ende gefunden hat.

"I know what you did last summer" war der erste Film im Fahrwasser des Erfolges von "Scream". Dabei entstand das Drehbuch von Kevin Williamson ("Dawson’s Creek") bereits vor "Scream", verkaufte sich jedoch erst mit dem immensen Erfolg der Horror-Parodie. "Ich weiss ..." ist allerdings ein humorfreier Teenie-Slasher, der zudem mit seinen Schockeinlagen spart, was ihn nach heutigen Maßstäben fast schon altbacken wirken lässt. Den Reiz des Films macht die Besetzung aus mit gleich vier der zur damaligen Zeit angesagtesten Jungstars: Jennifer Love Hewitt aus "Party of Five", "Buffy"-Darstellerin Sarah Michelle Gellar und ihr jetziger Ehemann Freddie Prinze jr ("Eine wie keine") sowie "Studio 54"-Star Ryan Philippe (dessen Duschszene nicht nur wegen des Thrills für Schauermomente sorgt). Abgesehen von dem Besetzungs-Coup und der Tatsache, dass sich der Film als erster einer wahren Teenie-Horror-Welle rühmen kann, hat er aus heutiger Sicht nicht viel Überraschendes zu bieten, zumal die Geschichte in ähnlichen Filmen immer wieder neu variiert wird (u.a. in zwei überflüssigen Fortsetzungen). Trotzdem ist "Ich weiss was Du letzten Sommer getan hast" einer der Besten seiner Art!
Bewertung: 7,5/10




Ich weiß noch immer was Du letzten Sommer getan hast (1998)

Ein neuer Sommer und Julie (Jennifer Love Hewitt) ist auf dem besten Wege, ihr Leben neu zu organisieren. Sie ist wieder am College und bewohnt ein Zimmer zusammen mit ihrer neuen Freundin Karla (Brandy). Als Karla eine Reise auf die Bahamas für vier Personen gewinnt, beschließen die Mädchen, gemeinsam mit ihren Freunden Ray (Freddie Prinze Jr.) und Will (Matthew Settle) zu fahren. Es wird die Reise in einen gräßlichen Alptraum. Denn auch auf dem paradiesischen Eiland wartet bereits der irre Killer mit dem Haken auf die Clique: Und er weiß immer noch um die Geschehnisse jenes Sommers.

Horrorfilme sind häufig sehr einfach gestrickt: man nehme einige gutaussehende (und teilweise verblödete) Twens und lasse sie abschlachten nach dem "Zehn kleine Negerlein" Prinzip. Und wenn in Hollywood ein Film Erfolg hat ("Scream"), folgen zum einen die Ableger ("Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" / "Düstere Legenden" / "Faculty") und zum anderen unweigerlich die Fortsetzungen. Und letztere funktionieren - wie wir aus "Scream 2" gelernt haben - nach dem Prinzip: mehr Blut, mehr Leichen. Hier geht es um die Fortsetzung eines Ablegers. (Fast) alles, was sich bewegt und nicht Julie James heißt, muß nach und nach dran glauben. Auch wenn man einen gewissen Spaßfaktor am Film aufrechnet, bleibt nicht viel Positives übrig ausser die Hoffnung, daß es am Ende vielleicht doch alle Hauptdarsteller erwischt hat und man dann die Toten ruhen lassen kann.
(Original-Kommentar 01/2000) Bewertung: 1/10


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